Licht- und Grünkonzept für den Innenstadtbereich

Am 6. Februar 2012 wurde das Licht- und Grünkonzept für die Innenstadt im Ausschuss für "Stadtentwicklung und Verkehr" einstimmig beschlossen. Die beiden Konzepte wurden von den Planern (Lichtkonzept: Vehovar&Jauslin architektur und Atelier Derrer, Zürich, Grünkonzept: Landschaftsarchitekt Peter Kitzmüller, Passau) in Zusammenarbeit mit verschiedenen Arbeitsgruppen und einer Lenkungsgruppe (je ein Vertreter aus den Fraktionen) erarbeitet. Im Rahmen einer Bürgerversammlung am 9.2.2012 wurde sowohl das Licht- wie auch das Grünkonzept in Auszügen den interessierten Bürgern der Innenstadt vorgestellt.

Zu ihrer Information können Sie die Konzepte in voller Länge hier abrufen:

Als eine der ersten Maßnahmen ist es geplant, die Gestaltung des Domplatzes und die Anstrahlung des Doms im Jahr 2013 umzusetzen. Aber auch eine Vielzahl von kleineren Maßnahmen soll bereits 2012 begonnen bzw. umgesetzt werden, z. B. die Umgestaltung des kleinen Platzes in der Grabengasse oder der Neubau einer Sitzstufenanlage im Bereich des Innkais.

Das Licht- und Grünkonzept bildet für den gesamten Innenstadtbereich einen Leitfaden für künftige Maßnahmen.
Insbesondere für die bevorstehende Umrüstung der vorhandener Straßenbeleuchtung  (EU Ratsbeschluss zur Reduzierung von CO2) erleichtern die Vorgaben aus dem Lichtkonzept die Auswahl der Leuchtmittel und der Leuchten und geben eindeutige Handlungsrichtlinien. Dadurch kann im Laufe der Jahre ein, auf Passau abgestimmtes stimmungsvolles, nächtliches Erscheinungsbild entstehen, das die Stadt in neuem Licht erscheinen lässt. Oberste Priorität bei der Ausarbeitung des Konzepts war, dass eine „Überinszenierung“ vermieden werden muss, sondern ein schlüssiges Gesamtkonzept mit hohem ästhetischen Qualitätsanspruch und der Möglichkeit einer energieeffizienten Umsetzung bei künftigen Neuplanungen erarbeitet wird. Das vorliegende Lichtkonzept erfüllt nicht nur die funktionalen Bedürfnisse (Sicherheit, Orientierung und Komfort) für die Bürger, sondern stärkt die Besonderheit unseres historischen Stadtgefüges und hebt die Einzigartigkeit in angemessener Weise hervor.

Ziel des Grünkonzepts ist es, Leitlinien für den Umgang mit Grün in der Stadt zu entwickeln. Auf der Basis eines Kriterienkatalogs wurden allgemeine Gestaltungsrichtlinien erarbeitet. Der öffentliche Raum wurde innerhalb des Geltungsbereichs in punkto: Wiedererkennbarkeit, Identität, Fernwirkung, Attraktivität des Straßenraums und der Grünzonen, Nutzbarkeit und Kinderfreundlichkeit, Möblierung, Aufwertung von Mauern, Verwendung von Wildpflanzenarten untersucht. Die Vorschläge befassen sich im Besonderen mit den Plätzen der Altstadt sowie mit den Flussufern, die noch ein großes Potential für den Freizeitwert der Bewohner der Innenstadt bieten. Dies zeigen die Planungen insbesondere im Bereich Ortspitze und Innkai bzw. Innpromenade auf. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Zugänglichkeit zum Wasser. Dadurch wird das Thema Wasser in der DREI_FLÜSSE_STADT erlebbarer und mehr in das öffentliche Leben und die Erholung integriert.

Auch ökologische Aspekte wurden integriert, so dass z. B. geeignete Maßnahmen für den Erhalt der vorhandenen Flora und Fauna und die Förderung von Fluss begleitendem Grün  oder Details zur Sanierung von Bruchsteinmauern vorgeschlagen werden.

Das vorliegende Licht- und Grünkonzept stellt einen Leitfaden für Maßnahmen bis 2030 (analog dem IEK 2030) dar, die den Erholungswert, ökologischen Aspekte und die Nachtwirkung der Innenstadt in den Mittelpunkt rücken.

 

Die Ansprechpartnerin für das Grün- und Lichtkonzept bei der Stadt Passau finden Sie hier.